Wenn die Nase erblindet- Covid 19

Terrazeit: 24.11.2020 noch 27 Tage bis zur Wintersonnenwende und einige Zeit nach dem Ereignis.

Ungefähr vier Tage bevor die Nase blind wurde, hatte ich tagsüber leichtes Fieber. Nur ein zwei Mal ganz kurz, um die 37°C. Es fühlte sich eher wie eine der berüchtigten Hitzewallungen an, die man während der Wechseljahre durchlebt. Die kommenden vier Tage hatte ich kein Fieber mehr, nur hin und wieder das Gefühl, dass der Blutdruck etwas zu niedrig ist. Nichts was einem beunruhigen könnte.
Dann kam Tag Fünf. Mittagessen schmeckte wunderbar und nachmittags dann roch ich plötzlich nichts mehr. Gar nichts. Weder intensiven Kaffeeduft, noch starkes Minzöl. Völlig egal wie dicht ich mit der Nase ran ging.  Das hatte auch Einfluss auf den Geschmack. Ich schmeckte nur noch salzig, süß, bitter und sauer, sonst nix. Die Nasenschleimhäute brannten und dann war der Geruchsinn einfach weg.
Erst war ich erschrocken, dann neugierig und experimentierfreudig.
Augen zu, Mund auf. Senf schmeckt vor allem sauer, ich habe letztendlich Senf auch nur an seiner Textur erkannt, denn fühlen kann man mit der Zunge ja immer noch. Kaffee ist einfach nur bitter, Schokolade süß und bitter, aber ohne Schokoladengeschmack. Apfel, je nach Sorte und Reifegrad sauer oder weniger sauer aber kein Apfelgeschmack. Brot hat einen Hauch von Salz, mehr aber auch nicht und ansonsten ist es einfach nur irgend etwas geschmackloses im Mund.
Ich war bisher in meinem Leben selbst bei stärksten Erkältungserkrankungen nie ohne Geruchssinn. Ich habe eine sehr feine Nase, was nicht immer zum Vorteil ist.
Nach der Neugierde und dem Herumexperimentieren kommt die Angst. Man hat Angst davor auf einer Intensivstation zu landen, künstlich beatmet zu werden und sollte man überleben, die langwierige Heilungsphase. Emotionale Achterbahn mit mehr Talfahrten als Bergauffahrten. Ein Damoklesschwert, welches sich nicht immer ausblenden lässt.
Man hört auch viel mehr in sich rein, als in normalen Zeiten. Man wertet einfach alles als Symptom, was man in normalen Zeiten gar nicht wahrnehmen würde.
Ich bin mir auch immer noch nicht sicher, ob das kalte Gefühl, was ich während dieser Zeit im hinteren Rachenbereich fühlte real und ein Symptom war.
Ich wurde auch recht appetitlos, Appetit wird anscheinend nicht unerheblich auch durch den Geruchssinn gesteuert.
Ca. vier  Tage nach Geruchsverlust, es war ein nebliger kalter Abend, ich machte die übliche Gassirunde mit den Hunden, nahm ich durch den geöffneten Mund Rauchgeruch war. Das erste Lichtlein und das kam nicht durch die Nase, es kam durch den Mund. Irgendwer in der Nachbarschaft hatte seinen Kamin entzündet. In dem Moment wollte ich mich freuen, aber ich traute da mich noch nicht.
Ein Tag später abends, ich hatte mir während dieser Zeit angewöhnt jeden Tag mehrmals am Minzöl zu schnuppern, roch ich das erste Mal sehr zart die Minze des Öls. Ich musste mit der Nase sehr dicht an die Flaschenöffnung herangehen, aber das war dann doch sehr Eindeutig. Die Riechzellen der Nase nahmen, erst zaghaft zwar, aber zunehmend ihre Arbeit auf. Bis zur vollständigen Wiederherstellung des Geruchssinns und ich mir sicher war, dass es so ist, sind seit dem Brandgeruch drei Tage vergangen.
Insgesamt dauerte die Infektion, wenn ich den Tag mit leicht erhöhter Temperatur als Tag eins nehme, 13 Tage.

Während dieser 13 Tage und auch Tage danach noch, bin ich nicht einkaufen gegangen.
Ich habe ausreichend Vorräte im Keller und hätten die nicht gelangt, hätte ich im Internet bestellt und mir über den Postwege was kommen lassen.
Gassigehen ist allerdings kein Problem gewesen, ich lebe am Rande eines kleinen Dorfes und kann gut rausgehen ohne auf Menschen zu treffen. Das ist für mich auch wichtig, als Diabetiker muss man sich regelmäßig bewegen.
Wie, wann und wo ich mich angesteckt haben könnte? Keine Ahnung, ich habe immer artig meine Maske auf, beim Einkaufen, aber andere Leute leider nicht immer.  Aber ich könnte nicht sagen, in welchem Supermarkt ich mich angesteckt haben könnte.
Das tückische ist ja auch die Inkubationstzeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum ersten Symptom. In dieser Zeit ist man selber hochansteckend, weiß es aber nicht.
Es ist einfach schwierig und ich kann nur appellieren, bitte haltet euch an die Regeln und wenn es soweit ist, lasst Euch impfen.
Ich habe einfach nur Glück gehabt, dass es so glimpflich ausgegangen ist, andere haben nicht so viel Glück.

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Montage von Klett-Kontrollschilderhalter

Oha, ich habe am Auto selber und ohne fremde Hilfe die Kontrollschilderhalter gewechselt.
Eigentlich nicht wirklich bemerkenswert, zumindest wenn ich ein Mann wäre. Frauen traut man sowas ja eher weniger zu und dass dann noch als Video zu dokumentieren? Na sowas…

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Wenn etwas nicht funktioniert und Mann alles besser weiß…

Ich weiß, der Titel ist schon etwas provokant, aber entspricht zumindest in diesem Fall der traurigen Realität und ist sicherlich kein Einzelfall.

Frau stellt fest: Eine bestimmte Funktion eines computergesteuerten Gerätes geht nach einem Software-Update plötzlich nicht mehr.
Sie ist aktiv in einer männerdominierten Community und teilt dort mit, dass seit Update XY  eine bestimmte Funktion nicht mehr nutzen kann.
Schon hagelt es, sicherlich sehr gut gemeinte aber komplett nutzlose, Ratschläge.
Es liegt am Smartphone, es liegt an der App, man muss resetten usw. Nur am Gerät und der darauf installierten Software kann es auf keinen Fall liegen. Das Gerät ist die makellose heilige Kuh und wer was anderes sagt begeht unverzeihliches Sakrileg!
Aber genau daran liegt es, es liegt am Gerät bzw. an der Software des Gerätes. Es hat irgendwann mal eine verbugte Software-Version bekommen und die Updates haben es nicht geschafft, den Bug zu überschreiben bzw. hatte es einmal geklappt, aber leider war beim nächsten Update der Bug wieder da.
Es kann weder am Smartphone liegen, da es ein gängiges Modell ist, noch am Betriebssystem des Smartphones.
Der Hersteller des Gerätes weiß auch von dem Problem, aber egal wie oft Frau sagt/schreibt, dass der Hersteller von diesem Problem weiß, es kommen immer wieder und unermüdlich die gleichen gutgemeinten Ratschläge, weil die hilfsbereiten Ratschläger einfach nicht lesen. Sie ignorieren einfach alles und widerkauen ihre Ratschläge, weil sie Recht haben müssen?
Weil sie vielleicht sogar ein Held wären, wenn sie recht hätten?
Bei all der Hilfsbereitschaft liebe Leute, lest doch erstmal, versteht das Gelesene, denkt darüber nach und kommentiert dann erst. Das erspart so manches Gebocke und so manche Übellaunigkeit.

Danke, ich habe fertig…

*Bild ist nur ein Symbolbild

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Grüne Umweltplakette und blaue E-Plakette

Terrazeit: 29.08.2020

Achtung, dieser Logbucheintrag richtet sich nur an eMobilisten deren Fahrzeug nicht in Deutschland zugelassen ist.

Wer nach Deutschland reist bzw. öfters in Deutschland unterwegs ist, der kommt zumindest um die grüne Umweltplakette nicht herum, aber es gibt auch noch die blaue E-Plakette. Deutsche E-Mobile haben schon im Kennzeichen ein E an letzter Stelle stehen, ausländische Fahrzeuge sind in der Regel nicht so gekennzeichnet, für die gibt es die blaue E-Plakette.
Während die grüne Umweltplakette von innen auf die Frontscheibe vorne rechts (in Fahrtrichtung) geklebt wird, wird die blaue E-Plakette Heckscheibe von innen rechts geklebt. Mit der blauen E-Plakette kann man in einigen Städten z.B. auf der Busspur fahren, an besonderen Parkplätzen parken usw. Da ist auf die jeweilige Signalisation zu achten.
Für den Kauf der beiden Plaketten war ich in der Zulassungsstelle in Konstanz, wer nur Plaketten braucht, der braucht dort keinen Termin vereinbaren.
Achtung: Nach Erfahrungsberichten anderer e-Mobilisten kennen vor allem grenzferne Straßenverkehrsämter die blaue e-Plakette nicht!
Meine Wartezeit betrug keine 10 Minuten, Fahrzeugausweis muss man dabei haben und für beide Plaketten zusammen habe ich 16€ bezahlt. Die Plaketten werden direkt vor Ort mit dem amtlichen Kennzeichen bedruckt, man muss also nicht selber zum Stift greifen.


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Five Captains

Terrazeit: 27.08.2020

…ich bin total aus dem Häuschen und unglaublich glücklich. Glücklich, dass dieser Mann, mit dem ich verheiratet bin, der beste aller Zeiten, mich heute so unglaublich überrascht hat.
Heute kam nämlich ein besonderes Paket bei uns an, es hätte eigentlich schon zu unserem 17. Hochzeitstag ankommen sollen, aber USPS hat ja nicht umsonst den Ruf „Schneckenpost“.
Was angekommen ist, muss ich wohl nicht extra beschreiben. Man sieht es ja :D


So sieht also eine glückliche Trill aus…

Alles echt!

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